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        <title>viervierzwei.de</title>
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        <description>myBloggie - Open Source Weblog</description>
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            <title>24. Spieltag 09/10</title>
            <link>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=114</link>
            <pubDate>28 Feb 2010 02:02:01 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=114</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/lev09-10-1.jpg[/imgl]Chemie rrh. - 1.FC Köln  k.A.

Nach einer wirklich wunderschönen Schiffstour bei eitelstem Sonnenschein, für die an dieser Stelle noch einmal dem Dachverband gedankt werden soll, durfte sich die Delegation aus der Domstadt ein wahrlich erschütterndes Bild von der komplett verrohten Fauna am rechtsrheinischen Industriestandort machen. Sämtliche angetroffenen Gattungen - Hunde, Pferde und die großen Rudel in grün und blau - wussten lediglich durch ausgeprägte Unentspanntheit und überzogene Aggressivität aufzufallen, welche sich ab und an in Bissen, Tritten und plötzlichen Einsätzen von Pfefferspray manifestierten. Chemiedämpfe scheinen sich nicht wohltuend auf Geist und Seele auszuwirken. Um dem bedrohlichen Treiben zu entkommen, erschien der Weg in den Gästeblock als das probateste Mittel. Leider hatte ich da die Rechnung ohne den Wirt gemacht, welcher mir in Form eines gehorsamen Ordners sogleich Lokalverbot verpasste, da mein Deckel angeblich voll sei. Katholiken glauben, nach zwei Maß Weißbier noch Auto fahren zu dürfen, Protestanten wissen, dass dem mit 1,5 Promille nicht mehr so ist, und Atheisten wird mit mit einem Wert von 1,7 der Stadionbesuch verwehrt. Ja, der freundlichste Fußballlyriker der Welt, vielleicht sogar ganz Kölns, war kläglich an einer überraschenden Alkoholkontrolle gescheitert. Zwar gab der vollstreckende Ordner zu, dass Eloquenz und der Feinschliff meiner Formulierungen auf einen Zustand weit entfernt eines eventuellen Kontrollverlusts schließen ließen, aber das Gerät würde nicht lügen und das Hausverbot wäre ja auch zu meiner eigenen Sicherheit. Draußen, zwischen panischen Pferden, bissigen Hunden und überdrehten Beamten, fühlte ich mich auch in der Tat gleich viel sicherer. Danke für alles, Pillenscherge.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/lev09-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/lev09-10-1.jpg[/imgl]Chemie rrh. - 1.FC Köln  k.A.

Nach einer wirklich wunderschönen Schiffstour bei eitelstem Sonnenschein, für die an dieser Stelle noch einmal dem Dachverband gedankt werden soll, durfte sich die Delegation aus der Domstadt ein wahrlich erschütterndes Bild von der komplett verrohten Fauna am rechtsrheinischen Industriestandort machen. Sämtliche angetroffenen Gattungen - Hunde, Pferde und die großen Rudel in grün und blau - wussten lediglich durch ausgeprägte Unentspanntheit und überzogene Aggressivität aufzufallen, welche sich ab und an in Bissen, Tritten und plötzlichen Einsätzen von Pfefferspray manifestierten. Chemiedämpfe scheinen sich nicht wohltuend auf Geist und Seele auszuwirken. Um dem bedrohlichen Treiben zu entkommen, erschien der Weg in den Gästeblock als das probateste Mittel. Leider hatte ich da die Rechnung ohne den Wirt gemacht, welcher mir in Form eines gehorsamen Ordners sogleich Lokalverbot verpasste, da mein Deckel angeblich voll sei. Katholiken glauben, nach zwei Maß Weißbier noch Auto fahren zu dürfen, Protestanten wissen, dass dem mit 1,5 Promille nicht mehr so ist, und Atheisten wird mit mit einem Wert von 1,7 der Stadionbesuch verwehrt. Ja, der freundlichste Fußballlyriker der Welt, vielleicht sogar ganz Kölns, war kläglich an einer überraschenden Alkoholkontrolle gescheitert. Zwar gab der vollstreckende Ordner zu, dass Eloquenz und der Feinschliff meiner Formulierungen auf einen Zustand weit entfernt eines eventuellen Kontrollverlusts schließen ließen, aber das Gerät würde nicht lügen und das Hausverbot wäre ja auch zu meiner eigenen Sicherheit. Draußen, zwischen panischen Pferden, bissigen Hunden und überdrehten Beamten, fühlte ich mich auch in der Tat gleich viel sicherer. Danke für alles, Pillenscherge.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/lev09-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
            <comments>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=114</comments>
        </item>
                <item>
            <title>22. Spieltag 09/10</title>
            <link>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=113</link>
            <pubDate>15 Feb 2010 02:59:56 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=113</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/s0409-10-1.jpg[/imgl]Schalke 04 - 1.FC Köln  2:0

Lieber FC Schalke,

gestern habe ich wieder einmal das kuschelige Terrarium in deinem Stadion besucht, welches als Stehplatzbereich für Gästefans ausgewiesen ist. Ein Gast ist per Definition ein zum Verweilen oder zur Bewirtung eingeladener Besucher. Auf die Bewirtung habe ich einmal mehr dankend verzichtet, da mir Kartenbezahlsysteme - auf diesem Gebiet hast du ja Pionierarbeit geleistet - generell zuwider sind. Darüberhinaus fiel es mir aber ziemlich schwer, mich als eingeladener Besucher zu fühlen. Ich will an dieser Stelle nicht wie ein schlechter Verlierer klingen, schließlich erwarte ich von dir nicht, dass deine Gastlichkeit drei geschenkte Punkte umfasst. Nein, der Sieg deiner Mannschaft war vielleicht recht glanzlos, aber alles in allem verdient, sahen die Bemühungen unserer Offensivabteilung doch recht harm-, zuweilen sogar hilflos aus, was wohl als Folge der überaus konzentrierten Abwehrarbeit deiner Lizensspieler zu verstehen ist. Wer sich aber Gäste einlädt, sollte sich vielleicht im Vorfeld ein paar Gedanken über adäquate Unterbringung und angemessenen Umgang machen. Wieder einmal war es von Beginn an nicht leicht, in das Vergnügen zu kommen, in deinem Stadion verweilen zu dürfen, denn mehrere tausend weitere Gäste waren, wie auch ich, auf raue Mengen Geduld angewiesen, um eines der vier quälend langsam arbeitenden Drehkreuze zu passieren. Nun gut, hieran ist man ja aus der Vergangenheit gewöhnt und es macht nicht den Eindruck, dass du, lieber FC Schalke, hier irgendeinen Handlungsbedarf erkennen kannst. Aber vielleicht solltest du dir mal langsam ein paar Gedanken über die bescheidene Möglichkeit machen, wie deine Gäste das Stadion wieder verlassen können. Wenn nach Abpfiff sämtliche beinahe zweitausend Stehplatzbesucher gleichzeitig aufbrechen - womit zu rechnen ist, denn tatsächlich lädt die tolle Arena nicht wirklich zum unnötigen Verweilen ein, tun sie dieses durch einen Ausgang, dessen Abmessungen etwa denen einer durchschnittlichen S-Bahn-Tür entsprechen. Wurde man erstmal durch dieses Nadelöhr gequetscht, sieht man sich ungefähr zwei Meter weiter mit absteigenden Treppenstufen konfrontiert, sofern man sie überhaupt sieht, denn in diesem Gedränge ist es nur schwer möglich, überhaupt einen Blick auf die Bodenbeschaffenheit zu werfen. Der Grund, warum du, FC Schalke, so lange nicht Meister geworden bist, wird vielleicht der sein, dass alles dir zugedachte Glück dafür aufgebracht wurde, dass es an dieser Stelle noch zu keinen schlimmen Tragödien kam. Aber Glück sollte man nicht überstrapazieren. Wenn es irgendwann so weit ist - und so lange sich hier nichts ändert, wird es irgendwann unweigerlich dazu kommen - möchte ich von deiner Seite kein "damit hätten wir nicht rechnen können" hören; jeder, der schon einmal das Vergnügen hatte, durch dieses Loch gepresst zu werden, wird sich in schillernden Farben (vornehmlich rot) ausmalen können, was alles passieren kann, wenn erst einmal die ersten Unglückseligen die Stufen runtergepurzelt sind. Und dann möchte ich ungern dabei sein. Ich gönne das aber auch niemand anderem. Nicht einmal Lev*******ern.

Herzlichst

Hermann Kuttenkeuler

[img]http://www.viervierzwei.de/images/s0409-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/s0409-10-1.jpg[/imgl]Schalke 04 - 1.FC Köln  2:0

Lieber FC Schalke,

gestern habe ich wieder einmal das kuschelige Terrarium in deinem Stadion besucht, welches als Stehplatzbereich für Gästefans ausgewiesen ist. Ein Gast ist per Definition ein zum Verweilen oder zur Bewirtung eingeladener Besucher. Auf die Bewirtung habe ich einmal mehr dankend verzichtet, da mir Kartenbezahlsysteme - auf diesem Gebiet hast du ja Pionierarbeit geleistet - generell zuwider sind. Darüberhinaus fiel es mir aber ziemlich schwer, mich als eingeladener Besucher zu fühlen. Ich will an dieser Stelle nicht wie ein schlechter Verlierer klingen, schließlich erwarte ich von dir nicht, dass deine Gastlichkeit drei geschenkte Punkte umfasst. Nein, der Sieg deiner Mannschaft war vielleicht recht glanzlos, aber alles in allem verdient, sahen die Bemühungen unserer Offensivabteilung doch recht harm-, zuweilen sogar hilflos aus, was wohl als Folge der überaus konzentrierten Abwehrarbeit deiner Lizensspieler zu verstehen ist. Wer sich aber Gäste einlädt, sollte sich vielleicht im Vorfeld ein paar Gedanken über adäquate Unterbringung und angemessenen Umgang machen. Wieder einmal war es von Beginn an nicht leicht, in das Vergnügen zu kommen, in deinem Stadion verweilen zu dürfen, denn mehrere tausend weitere Gäste waren, wie auch ich, auf raue Mengen Geduld angewiesen, um eines der vier quälend langsam arbeitenden Drehkreuze zu passieren. Nun gut, hieran ist man ja aus der Vergangenheit gewöhnt und es macht nicht den Eindruck, dass du, lieber FC Schalke, hier irgendeinen Handlungsbedarf erkennen kannst. Aber vielleicht solltest du dir mal langsam ein paar Gedanken über die bescheidene Möglichkeit machen, wie deine Gäste das Stadion wieder verlassen können. Wenn nach Abpfiff sämtliche beinahe zweitausend Stehplatzbesucher gleichzeitig aufbrechen - womit zu rechnen ist, denn tatsächlich lädt die tolle Arena nicht wirklich zum unnötigen Verweilen ein, tun sie dieses durch einen Ausgang, dessen Abmessungen etwa denen einer durchschnittlichen S-Bahn-Tür entsprechen. Wurde man erstmal durch dieses Nadelöhr gequetscht, sieht man sich ungefähr zwei Meter weiter mit absteigenden Treppenstufen konfrontiert, sofern man sie überhaupt sieht, denn in diesem Gedränge ist es nur schwer möglich, überhaupt einen Blick auf die Bodenbeschaffenheit zu werfen. Der Grund, warum du, FC Schalke, so lange nicht Meister geworden bist, wird vielleicht der sein, dass alles dir zugedachte Glück dafür aufgebracht wurde, dass es an dieser Stelle noch zu keinen schlimmen Tragödien kam. Aber Glück sollte man nicht überstrapazieren. Wenn es irgendwann so weit ist - und so lange sich hier nichts ändert, wird es irgendwann unweigerlich dazu kommen - möchte ich von deiner Seite kein "damit hätten wir nicht rechnen können" hören; jeder, der schon einmal das Vergnügen hatte, durch dieses Loch gepresst zu werden, wird sich in schillernden Farben (vornehmlich rot) ausmalen können, was alles passieren kann, wenn erst einmal die ersten Unglückseligen die Stufen runtergepurzelt sind. Und dann möchte ich ungern dabei sein. Ich gönne das aber auch niemand anderem. Nicht einmal Lev*******ern.

Herzlichst

Hermann Kuttenkeuler

[img]http://www.viervierzwei.de/images/s0409-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
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        </item>
                <item>
            <title>Viertelfinale DFB-Pokal 09/10</title>
            <link>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=112</link>
            <pubDate>11 Feb 2010 02:42:05 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=112</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/fca09-10-1.jpg[/imgl]FC Augsburg - 1.FC Köln  2:0

Es muss ein erhebender Moment für einen Stadionsprecher sein, nach einem epochalen Sieg die Humba anstimmen zu dürfen ("gebt mir alle eine H"), um eine ekstatische Heimkurve ("ich gehe ja sonst eher zum FCB") in einen Hexenkessel voll überschäumender Euphorie zu verwandeln. Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten für dieses überaus intensive Stadionerlebnis. Für alles Weitere [url=http://www.mybet.com/forward.do?page=home].:hier klicken:.[/url]

[img]http://www.viervierzwei.de/images/fca09-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/fca09-10-1.jpg[/imgl]FC Augsburg - 1.FC Köln  2:0

Es muss ein erhebender Moment für einen Stadionsprecher sein, nach einem epochalen Sieg die Humba anstimmen zu dürfen ("gebt mir alle eine H"), um eine ekstatische Heimkurve ("ich gehe ja sonst eher zum FCB") in einen Hexenkessel voll überschäumender Euphorie zu verwandeln. Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten für dieses überaus intensive Stadionerlebnis. Für alles Weitere [url=http://www.mybet.com/forward.do?page=home].:hier klicken:.[/url]

[img]http://www.viervierzwei.de/images/fca09-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
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        </item>
                <item>
            <title>20. Spieltag 09/10</title>
            <link>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=111</link>
            <pubDate>31 Jan 2010 02:45:29 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=111</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/ffm09-10-1.jpg[/imgl]Eintracht Frankfurt - 1.FC Köln  1:2

Bereits ganz früh an diesem Spieltag, man könnte sagen, zu nachtschlafender Uhrzeit, wurde mir etwas Entscheidendes Gewahr: Mein Wecker arbeitet gegen mich. Jeder Arbeitnehmer, der morgens seine kuschelige Ruhestätte zwecks Anreise zum Broterwerb verlassen muss, wird das jetzt für eine wenig bahnbrechende Erkenntnis halten, aber in meinem Falle verhält es sich etwas anders. Dadurch, dass meine erwerbsmäßige Kernarbeitszeit chronologisch nach dem Feierabend eines Durchschnittsbeschäftigten angesiedelt ist, kann ich mich für gewöhnlich am Luxus laben, die Funktion meines Weckers auf das stumme Präsentieren der Uhrzeit zu reduzieren, da ich so gut es geht Verabredungen zu einstelligen Tageszeiten vermeide. Einzige Ausnahme bilden hier gelegentlich Abfahrtszeiten zu Auswärtsspielen. Zu diesem Zweck nutze ich dann die eigentliche Funktion des Weckers und es fällt mir, ob der Vorfreude auf die ausstehende Fahrt, bereits beim ersten Klingeln nicht sonderlich schwer, aus den Federn zu springen. Die Weckfunktion an sich ist also, anders als beim Durchschnittsarbeitnehmer, nicht die Ursache des zwiespältigen Verhältnisses zu dem kleinen Gerät, es ist mehr die Zeit davor.
Normalerweise gehe ich ins Bett, wenn ich wirklich müde und/oder ausreichend alkoholisiert bin. Vor Auswärtsfahrten allerdings gebe ich mich stets vernünftig, verlasse Gaststätten in der Regel früh und begebe mich zeitig in Schlafposition. Vorher stelle ich mir selbstverständlich noch den Wecker, um am nächsten Morgen vor dem Aufbruch noch viel Zeit für Badezimmer und Küchentisch in petto zu haben. Aber ab dem Moment des Weckerstellens löst diese kleine Uhr Stress bei mir aus, denn ab dem Augenblick, an dem der Alarmknopf aktiviert wird, habe ich den Eindruck, dass die Zeit ab nun gegen mich läuft. Kein Mensch wird wohl unter diesem Druck einschlafen können, und so liege auch ich Stunde um Stunde hellwach im Bett und denke mir, dass ich jetzt aber mal ganz schnell wegdämmern müsste, sonst lohnt sich das bald eh nicht mehr.

Mit Fußball hat das jedenfalls nichts zu tun, daher folgt jetzt der Bogen zum Kölner Hauptbahnhof, an welchem ich mich um neun Uhr morgens, nach zwei von sieben möglichen Stunden Schlaf einfand. Dem Wochenendticket wurde zur Anreise, aus Respekt vor dem winterlichen Panoptikum auf den Straßen, gegenüber dem Pkw der Vorzug gegeben. Diese Verlief auch, inklusive eines kurzen Inermezzos auf ein paar Kölsch (guter Geschmack setzt sich eben durch) in der Universitätsstadt Gießen, angenehm und reibungslos, ebenso wie der Aufenthalt im Stadion, denn abgesehen vom überraschenden und knappen Erfolg auf dem Rasen, zeigten sich die Ordner in Frankfurt für ihre Verhältnisse ungeheuer entspannt. Der kontinuierliche flockige Niederschlag ließ wohl eine Art weihnachtlicher Milde über ihre sonst eher verhärteten Herzen kommen. Lediglich auf dem Rückweg ließ die Situation den angeblichen Entlastungszug zu einer ernsten Belastung werden, sollte dieser doch, wie es den Anschein hatte, den gesamten Gästeblock in sich Aufnehmen, obwohl der Entlastungszug schon mit der Hälfte des Aufkommens den Namen Auslastungszug verdient hätte. Bereits eine dreiviertel Stunde der Sardinenbüchsenatmosphäre ließ mich Tribut an die kurze Nacht zollen und nur dank eines kurzen Nickerchens auf der Sitzgelegenheit eines verständnisvollen Mitreisenden war es mir möglich, eine beeindruckende Ehrenrunde durch das verschneite Köln, inklusive eines seltenen Erlebnisses wie der Überquerung der Südbrücke, in vollen Zügen (man entschuldige den billigen Wortwitz) zu genießen.

Auf den Wecker werde ich in näherer Zukunft verzichten dürfen. Auf 'Entlastungszüge' dieser Art könnte ich das auch gut.
 
[img]http://www.viervierzwei.de/images/ffm09-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/ffm09-10-1.jpg[/imgl]Eintracht Frankfurt - 1.FC Köln  1:2

Bereits ganz früh an diesem Spieltag, man könnte sagen, zu nachtschlafender Uhrzeit, wurde mir etwas Entscheidendes Gewahr: Mein Wecker arbeitet gegen mich. Jeder Arbeitnehmer, der morgens seine kuschelige Ruhestätte zwecks Anreise zum Broterwerb verlassen muss, wird das jetzt für eine wenig bahnbrechende Erkenntnis halten, aber in meinem Falle verhält es sich etwas anders. Dadurch, dass meine erwerbsmäßige Kernarbeitszeit chronologisch nach dem Feierabend eines Durchschnittsbeschäftigten angesiedelt ist, kann ich mich für gewöhnlich am Luxus laben, die Funktion meines Weckers auf das stumme Präsentieren der Uhrzeit zu reduzieren, da ich so gut es geht Verabredungen zu einstelligen Tageszeiten vermeide. Einzige Ausnahme bilden hier gelegentlich Abfahrtszeiten zu Auswärtsspielen. Zu diesem Zweck nutze ich dann die eigentliche Funktion des Weckers und es fällt mir, ob der Vorfreude auf die ausstehende Fahrt, bereits beim ersten Klingeln nicht sonderlich schwer, aus den Federn zu springen. Die Weckfunktion an sich ist also, anders als beim Durchschnittsarbeitnehmer, nicht die Ursache des zwiespältigen Verhältnisses zu dem kleinen Gerät, es ist mehr die Zeit davor.
Normalerweise gehe ich ins Bett, wenn ich wirklich müde und/oder ausreichend alkoholisiert bin. Vor Auswärtsfahrten allerdings gebe ich mich stets vernünftig, verlasse Gaststätten in der Regel früh und begebe mich zeitig in Schlafposition. Vorher stelle ich mir selbstverständlich noch den Wecker, um am nächsten Morgen vor dem Aufbruch noch viel Zeit für Badezimmer und Küchentisch in petto zu haben. Aber ab dem Moment des Weckerstellens löst diese kleine Uhr Stress bei mir aus, denn ab dem Augenblick, an dem der Alarmknopf aktiviert wird, habe ich den Eindruck, dass die Zeit ab nun gegen mich läuft. Kein Mensch wird wohl unter diesem Druck einschlafen können, und so liege auch ich Stunde um Stunde hellwach im Bett und denke mir, dass ich jetzt aber mal ganz schnell wegdämmern müsste, sonst lohnt sich das bald eh nicht mehr.

Mit Fußball hat das jedenfalls nichts zu tun, daher folgt jetzt der Bogen zum Kölner Hauptbahnhof, an welchem ich mich um neun Uhr morgens, nach zwei von sieben möglichen Stunden Schlaf einfand. Dem Wochenendticket wurde zur Anreise, aus Respekt vor dem winterlichen Panoptikum auf den Straßen, gegenüber dem Pkw der Vorzug gegeben. Diese Verlief auch, inklusive eines kurzen Inermezzos auf ein paar Kölsch (guter Geschmack setzt sich eben durch) in der Universitätsstadt Gießen, angenehm und reibungslos, ebenso wie der Aufenthalt im Stadion, denn abgesehen vom überraschenden und knappen Erfolg auf dem Rasen, zeigten sich die Ordner in Frankfurt für ihre Verhältnisse ungeheuer entspannt. Der kontinuierliche flockige Niederschlag ließ wohl eine Art weihnachtlicher Milde über ihre sonst eher verhärteten Herzen kommen. Lediglich auf dem Rückweg ließ die Situation den angeblichen Entlastungszug zu einer ernsten Belastung werden, sollte dieser doch, wie es den Anschein hatte, den gesamten Gästeblock in sich Aufnehmen, obwohl der Entlastungszug schon mit der Hälfte des Aufkommens den Namen Auslastungszug verdient hätte. Bereits eine dreiviertel Stunde der Sardinenbüchsenatmosphäre ließ mich Tribut an die kurze Nacht zollen und nur dank eines kurzen Nickerchens auf der Sitzgelegenheit eines verständnisvollen Mitreisenden war es mir möglich, eine beeindruckende Ehrenrunde durch das verschneite Köln, inklusive eines seltenen Erlebnisses wie der Überquerung der Südbrücke, in vollen Zügen (man entschuldige den billigen Wortwitz) zu genießen.

Auf den Wecker werde ich in näherer Zukunft verzichten dürfen. Auf 'Entlastungszüge' dieser Art könnte ich das auch gut.
 
[img]http://www.viervierzwei.de/images/ffm09-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
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        </item>
                <item>
            <title>19. Spieltag 09/10</title>
            <link>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=110</link>
            <pubDate>25 Jan 2010 12:49:05 pm GMT +</pubDate>
            <category>Interludium</category>
            <guid>http://www.viervierzwei.de/index.php?mode=viewid&amp;post_id=110</guid>
            <description>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/wob09-10-1.jpg[/imgl]VfL Wolfsburg - 1.FC Köln  2:3

Nach eingehender Inspektion des Zentrums der Stadt des KdF-Wagens, wessen Attraktivität nicht auf den ersten Blick ins Auge fällt - leider auch nicht auf den zweiten oder dritten - wurde dem Stadion zwecks Beobachtung des dort ausgetragenen Fußballspiels ein Besuch abgestattet, welches den geneigten Reisenden mit lebensfeindlichen Temparaturen im zweistelligen Minusbereich empfing. Lediglich dem heiß umkämpften Auswärtssieg ist zu verdanken, dass die Reisegruppe nach dem Abpfiff in kompletter Stärke, also ohne witterungsbedingte Ausfälle, wieder zusammen fand, mit dem Vorhaben, sich noch einmal in das bunte Treiben in den Straßen von Wob-City zu stürzen. Allerdings wollte an dieser Stelle die örtliche Polizei einen Riegel vorschieben und erklärte den basserstaunten Domstädtern, dass man schlicht nicht wolle, dass sich Kölner in der Innenstadt aufhielten. Auf unseren Einwand hin, dass uns lediglich der Durst, aber keinesfalls die Suche nach körperlicher Auseinandersetzung treibe und man ja schließlich nicht in auf Schalke sei, meinte der Schutzmann, dass man ja nie wisse, was passieren kann, wenn man einer zehnköpfige Gruppe Sechzehnjähriger über den Weg läuft. Woraufhin bei Teilen der Kölner Delegation die Entrüstung groß war, man sei jawohl keine sechzehn mehr, was wiederum ob des heiteren Missverständnisses den Wachtmeister lachen machte und dieser uns unseres Weges ziehen ließ. Vorsichtshalber wurde dann eine Gaststätte aufgesucht, in der der Altersdurchnitt der Stammgäste bei Ende fünfzig, und der der Thekenbelegschaft noch deutlich darüben liegen düfte. Auch auf dem späteren Weg zum Bahnhof kam es zu keiner Begegnung mit den gefährlichen Wolfsburger Ultras. Wie zuvor auf dem Rasen sollte auch in den dunklen Straßen der Großstadt das Glück auf Seiten der Kölner sein.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/wob09-10-2.jpg[/img]</description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>[imgl]http://www.viervierzwei.de/images/wob09-10-1.jpg[/imgl]VfL Wolfsburg - 1.FC Köln  2:3

Nach eingehender Inspektion des Zentrums der Stadt des KdF-Wagens, wessen Attraktivität nicht auf den ersten Blick ins Auge fällt - leider auch nicht auf den zweiten oder dritten - wurde dem Stadion zwecks Beobachtung des dort ausgetragenen Fußballspiels ein Besuch abgestattet, welches den geneigten Reisenden mit lebensfeindlichen Temparaturen im zweistelligen Minusbereich empfing. Lediglich dem heiß umkämpften Auswärtssieg ist zu verdanken, dass die Reisegruppe nach dem Abpfiff in kompletter Stärke, also ohne witterungsbedingte Ausfälle, wieder zusammen fand, mit dem Vorhaben, sich noch einmal in das bunte Treiben in den Straßen von Wob-City zu stürzen. Allerdings wollte an dieser Stelle die örtliche Polizei einen Riegel vorschieben und erklärte den basserstaunten Domstädtern, dass man schlicht nicht wolle, dass sich Kölner in der Innenstadt aufhielten. Auf unseren Einwand hin, dass uns lediglich der Durst, aber keinesfalls die Suche nach körperlicher Auseinandersetzung treibe und man ja schließlich nicht in auf Schalke sei, meinte der Schutzmann, dass man ja nie wisse, was passieren kann, wenn man einer zehnköpfige Gruppe Sechzehnjähriger über den Weg läuft. Woraufhin bei Teilen der Kölner Delegation die Entrüstung groß war, man sei jawohl keine sechzehn mehr, was wiederum ob des heiteren Missverständnisses den Wachtmeister lachen machte und dieser uns unseres Weges ziehen ließ. Vorsichtshalber wurde dann eine Gaststätte aufgesucht, in der der Altersdurchnitt der Stammgäste bei Ende fünfzig, und der der Thekenbelegschaft noch deutlich darüben liegen düfte. Auch auf dem späteren Weg zum Bahnhof kam es zu keiner Begegnung mit den gefährlichen Wolfsburger Ultras. Wie zuvor auf dem Rasen sollte auch in den dunklen Straßen der Großstadt das Glück auf Seiten der Kölner sein.

[img]http://www.viervierzwei.de/images/wob09-10-2.jpg[/img]...</p>]]></content:encoded>
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